Legalisierung Online Glücksspiel Deutschland
Er habe an virtuellen Automatenspielen teilgenommen, sich dabei gefilmt und die Aufnahmen veröffentlicht.
Juli 2021
Während der Fußballübertragung kann man sich ihr nicht mehr entziehen.“ Kinder und Jugendliche seien der Werbung „ungeschützt ausgesetzt“. Ob es dazu kommt, ist allerdings unklar. Das Werbeverbot wird im Glücksspielstaatsvertrag geregelt, den die Bundesländer unter teils intransparenten Verhandlungen beschließen. Blienert appellierte an die Länder, das Gesetz entsprechend zu ändern. Im Weg stehen den strengeren Regularien aber auch Pläne des FDP-geführten Justizministeriums, das Strafrecht anzupassen.
Werberichtlinie behindert den Markt
Geändert werden sollen laut Eckpunktepapier unter anderem die Paragrafen 284 bis 287 StGB, in denen es um illegales Glücksspiel geht. Unter illegales Glücksspiel fallen etwa Pokerrunden, Wettanbieter ohne Lizenz sowie ein Drittel aller Spielautomaten. Blienert findet es richtig, cas casino frankreich grenze schweiz dass Spielsüchtige dadurch gewissermaßen entkriminalisiert werden. Aber es sei jedoch nicht nachvollziehbar, dass gleichzeitig damit auch Anbieter von illegalem Glücksspiel profitierten. „Das ist absolut kontraproduktiv, ja geradezu abenteuerlich.“ Deshalb lehnt er die Pläne ab.
Werbung für simuliertes Glücksspiel
Neben der Werbung sollen auch die Anbieter von Glücksspiel stärker reguliert werden. Sie haben ihren Sitz in der Regel in Ländern wie Malta, wo sie sich deutschem Recht entziehen. Der Fachverband Glücksspielsucht will dagegen vorgehen und präsentierte am Rande der Sitzung einen juristischen Erfolg. So hat der Verband das in Malta ansässige Unternehmen Tipico erfolgreich abgemahnt, weil sie sich im Stadion des FC Bayern München nicht an die aktuellen Regeln gehalten haben. Der Wettanbieter warb mit dem Slogan „Jetzt Wette abgeben“, eine Spielaufforderung, die nicht zulässig ist. Da der Inhalt der Videos in deutscher Sprache erstellt und auf den deutschsprachigen Markt ausgerichtet war, sah sich die Glücksspielbehörde zuständig.
- Sponsoring von E-Sport-Turnieren und einzelnen Teams
- Werbung innerhalb von Computerspielen und Apps (In-Game Advertising)
- Gezielte Ansprache von jungen Erwachsenen über Gaming-Plattformen
- Integration von Wettmöglichkeiten auf E-Sport-Streaming-Plattformen
Vorstand Ronald Benter von der Glücksspielbehörde begrüßte den Beschluss des Gerichts. Die GGL cas glucksspielunternehmen deutschland werde künftig noch stärker gegen Streamer mit Sitz im Ausland vorgehen.
1. Juli 2012
Unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung von Sportereignissen ist auf dem übertragenden Kanal Werbung für Sportwetten auf dieses Sportereignis nicht zulässig. Werbung für Sportwetten mit aktiven Sportlern und Funktionären ist unzulässig. (4) In Sportstätten ist Werbung für Glücksspiele nur in Form der Dachmarkenwerbung auf Trikots und Banden sowie ähnlichen Werbemitteln erlaubt. (5) An einzelne Personen adressierte Werbung für Glücksspiele, an denen gesperrte Spieler nach § 8 Absatz 2 nicht teilnehmen dürfen, darf nur erfolgen, wenn eine vorherige Einwilligung des vorgesehenen Empfängers zu dem Empfang von Werbung und zur Abfrage der Sperrdatei durch den Werbenden vorliegt. Persönlich adressierte Werbung für diese Glücksspiele an gesperrte Spieler ist unzulässig.
Werbung auf Webseiten
Werbende sind verpflichtet, vor dem Versand solcher Werbung, insbesondere durch die Post oder per E-Mail, durch Abgleich mit der Sperrdatei sicherzustellen, dass der Empfänger kein gesperrter Spieler ist. Ergibt der Abgleich, dass ein Spieler gesperrt ist, gilt eine zuvor erteilte Einwilligung im Sinne des Satzes 1 gegenüber dem Veranstalter oder Vermittler als widerrufen. (6) Für Werbung für Glücksspiele, an denen gesperrte Spieler nach § 8 Absatz 2 nicht teilnehmen dürfen, im Internet, insbesondere in Form von Affiliate-Links, darf keine variable, insbesondere umsatz-, einzahlungs- oder einsatzabhängige, Vergütung vereinbart oder gezahlt werden. Live-Zwischenstände von Sportereignissen dürfen nicht mit der Werbung für Sportwetten auf dieses Sportereignis verbunden werden; davon unberührt bleibt die Anzeige von Live-Zwischenständen zu Wettangeboten auf der eigenen Internetseite eines Wettanbieters. (7) Werbung und Sponsoring für unerlaubte Glücksspiele sind verboten.
Warum steht Glücksspielwerbung in der Kritik?
Die SPD will stärker gegen Sportwetten und illegales Glücksspiel vorgehen – doch das beißt sich mit aktuellen Plänen des FDP-Justizministeriums. Berlin – Wer im Fernsehen die Bundesliga verfolgt, kommt an Sportwettenwerbung nicht vorbei. Aufforderungen für „Ihre Wette in sicheren Händen“ oder den „sicheren Tipp für euch“ sind omnipräsent. Sie richten sich vor allem an junge, sportbegeisterte Männer. Diese Gruppe ist laut Experten besonders anfällig für Sportwetten. Streamingvideos seien eine führende Werbeform für die Zielgruppe der Minderjährigen. Zum Ende des Jahres waren bei der Glücksspielbehörde 143 Veranstalter gelistet, die legal Glücksspiele im Internet anbieten dürfen. Die Behörde hatte Anfang 2023 ihren Dienst offiziell aufgenommen. Sie kontrolliert und reguliert seitdem länderübergreifend den Markt. Private Unternehmen machen sich das liberalisierte Gewerberecht der ehemaligen DDR zu Nutze und führen Sportwetten zu festen Quoten auch in Deutschland ein. Wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass in Deutschland Sportwetten-Werbung so sichtbar ist und aggressiv beworben wird? Wie konnten Anbieter von illegal angebotenen Online-Wetten Sponsoren von Fußball-Vereinen und -Verbänden werden? Wer sich mit diesen Fragen beschäftigt, taucht in eine recht komplizierte Welt aus deutschem Föderalismus, EU-Recht, Lobbyarbeit und verfehlter Glücksspielpolitik ein. Wir geben hier einen gut verständlichen Überblick, zeichnen im Zeitstrahl die Meilensteine mit ihren Auswirkungen nach und erklären, warum die Situation heute so ist, wie sie ist. Werbung für Online-Sportwetten gibt es in Deutschland schon seit deren Aufkommen Ende der 1990er-Jahre. Um zu verstehen, wieso zu manchen Zeiten aber niemand so recht einschätzen konnte, ob eine solche Vermarktung nun erlaubt ist oder nicht, hilft ein kleiner Einblick in die juristische Geschichte der Online-Sportwetten in Deutschland. Das Chaos um Rechtmäßigkeiten, Lizenzvergaben und die Frage nach der Berechtigung eines staatlichen Monopols auf Online-Sportwetten führte in eine rechtliche Grauzone.
Die versteckten Fallen im deutschen Online‑Roulette‑Markt
Aktuell läuft eine Klage gegen die ebenfalls in Malta ansässige Online-Spielothek SlotMagie. Sie hatte wiederholt vor 21 Uhr auf dem Sender RTL2 für ihr Produkt geworden. Auf die Aufforderung einer Unterlassungserklärung habe SlotMagie nicht reagiert. Einige Kanzleien spezialisieren sich bereits auf Prozesse mit Glücksspielanbietern. „Wir haben keine Chancengleichheit“, sagte Ulrich Kemper, Vorstand des FAGS angesichts der „Milliardenumsätze“ der Anbieter.
Werbeausgaben von Glücksspiel-Anbietern
Die „Macht der Sportwetten“ scheint ebenso allgegenwärtig wie die Werbung für das Glücksspiel. Halle (dpa) - Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Bundesländer (GGL) kann Werbung für unerlaubtes Online-Glücksspiel auch im Ausland verbieten, wenn sie auf den deutschen Markt ausgerichtet ist. Das Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt folgte damit der Rechtsauffassung der Glücksspielbehörde mit Sitz in Halle (Saale), wie diese mitteilte. Ausgangspunkt sei eine Unterlassungsverfügung gewesen, die die Behörde gegenüber einem deutschen Streamer mit Sitz im Ausland ausgesprochen hatte. Dieser soll unerlaubte öffentliche Glücksspiele beworben haben. In dieser haben sogenannte „unregulierte Anbieter“ jahrzehntelang uneingeschränkt gemacht, was sie wollten.
I. Allgemeines zum Glücksspiel
Mit markigen Werbeslogans wie „das ist unser Spiel“ soll der Eindruck erweckt werden, Sport und Wetten gehören zusammen. Die Risiken des Glücksspiels werden jedoch weitgehend ausgeblendet. Die Politik will deshalb gegensteuern: Sportwetten sollen strenger reguliert und die Branche härter bestraft werden. So lautet der Konsens der Fachtagung des Fachverbandes Glücksspielsucht cas bestes online casino fur deutschland (FAGS) in Berlin, die von Donnerstag bis Freitag stattfand. Denn wie der Bundesdrogen- und Suchtbeauftragte Burkhard Blienert (SPD) klarstellte: „Die Werbung von heute schafft die Glücksspielsucht von morgen“.
Werberichtlinie ist schwammig formuliert
Rund 1,3 Millionen Menschen in Deutschland sind süchtig nach Glücksspielen. Das sind 2,3 Prozent der Bevölkerung, wie aus dem jüngst vorgestellten Glücksspielatlas hervorgeht. Weitere 3,25 Millionen Menschen zeigen erste Symptome einer sogenannten Glücksspielstörung und damit ein riskantes Glücksspielverhalten. Das bedeutet, den Spielern entgleitet langsam die Kontrolle, sie spielen häufiger und setzen mehr Geld ein. Dabei geht es nicht nur um Sportwetten, sondern auch um Spielautomaten oder Kasinos.
Werbung mit berühmten Persönlichkeiten
Die Folge laut Blienert: „Menschen können Geld, Familie oder Beruf verlieren, gegebenenfalls sogar das Leben.“ Der erste Einstieg in das Glücksspiel sei die Werbung. „Werbung wirkt eben, wie man so schön sagt“, so Blienert. Mehrere Teilnehmer der Tagung forderten deshalb ein generelles Werbeverbot für Sportwetten. Der Suchtbeauftragte Blienert könnte sich ein Werbeverbot vor 23 Uhr vorstellen, aktuell gilt es bis 21 Uhr. „Die Werbung trägt zur erheblichen Gefährdung der Menschen bei. Online-Sportwetten: Faktisch erst seit Oktober 2020 rechtlich reguliert Erst seitdem es jedem Anbieter von Online-Sportwetten möglich ist, eine deutsche Lizenz zu beantragen, kam die juristische Klarheit – also erst mit Einführung des Dritten Glücksspieländerungsstaatsvertrages zum 1. Januar 2020. Damit gehört die rechtliche Grauzone, in der sich Online-Sportwettanbieter lange Zeit in Deutschland bewegt haben, der Vergangenheit an. Momentan gilt: Nur, wer eine gültige Lizenz für den deutschen Markt erworben hat, darf hierzulande legal Sportwetten anbieten und dafür werben.
| Zielgruppe | Präferierte Kanäle | Typische Werbebotschaft / Motiv | Besondere rechtliche Auflagen |
|---|---|---|---|
| Sportinteressierte (v.a. Männer 18-49) | Sport-TV, Sport-Websites, Fußball-Podcasts | Quoten, Live-Wetten, "Dabeisein"-Gefühl | Warnhinweise bei Sportevents prominent |
| Casino-Spieler (gemischte Altersgruppen) | Unterhaltungs-TV, Lifestyle-Magazine, Online-Video | Unterhaltung, Spannung, Jackpot-Träume | Klare Suchtpräventionshinweise |
| Lottospieler (breite Bevölkerung) | Tageszeitung, Radio, Außenwerbung (Plakate) | Traum vom großen Geld, Gemeinschaft (Klasse) | Transparenz der Gewinnchancen |
| E-Sports-Enthusiasten (jünger) | Twitch, Gaming-Websites, E-Sports-Streams | Wetten auf E-Sports-Matches, Skin-Betting | Strikte Alterskontrolle, keine Jugend-Idole |
Erste Erlaubnisse für (Online-)Sportwettanbieter wurden im Oktober 2020 vergeben. Der Sonderfall Schleswig-Holstein wird unten genauer beschrieben. Wichtige Meilensteine finden sich auch in der Zeitleiste.
- Sponsoring von Kulturveranstaltungen und Festivals
- Werbung in Programmheften von Theatern und Konzerthäusern
- Kooperationen mit Film- und Serienstreamingdiensten
- Product Placement in deutschen TV-Produktionen und Reality-Formaten
Ende 1990er Jahre Die Online-Wettbranche wird sichtbar.
- Nutzung von Kunden- und Verhaltensdaten für personalisierte Werbung
- Dynamic Creative Optimization (DCO) für maßgeschneiderte Banner
- Retargeting-Kampagnen für Website-Besucher, die nicht gespielt haben
- Segmentierung nach demografischen Daten und Spielpräferenzen
Die ersten Anbieter wie bwin (damals betandwin) oder bet-at-home kommen auf den unregulierten Markt in Deutschland. 1999 Oddset wird – auch als Reaktion auf die Aktivitäten der Privatunternehmen – als staatliches Angebot von Online-Sportwetten erstmals in Bayern angeboten, ein Jahr später auch bundesweit. Oddset wird – auch als Reaktion auf die Aktivitäten der Privatunternehmen – als staatliches Angebot von Online-Sportwetten erstmals in Bayern angeboten, ein Jahr später auch bundesweit.
| Verbotene Praxis / Inhalt | Rechtsgrundlage | Typische Form | Sanktion / Konsequenz |
|---|---|---|---|
| Ansprache Minderjähriger | JuSchG, GlüStV | Werbung in Kinderformaten, mit Jugendidolen | Bußgeld, Unterlassungserklärung |
| Irreführende Gewinnversprechen | UWG, GlüStV | "Sichere Gewinne", "Garantierte Auszahlung" | Abmahnung, wettbewerbsrechtliche Klage |
| Verschleierung des Suchtrisikos | GlüStV, Heilmittelwerbegesetz | Darstellung als harmlose Freizeitbeschäftigung | Ordnungswidrigkeit, Bußgeld |
| Werbung für nicht lizenzierte Anbieter | GlüStV § 4, § 5 | Jegliche Werbung für Offshore-Casinos ohne DE-Lizenz | Bußgeld, Zugangssperren durch ISPs |
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